Hans Neubert
Zwischen Rampenlicht und Resonanz
Hans Neubert zeigt, wie eine neue engagierte Werbe-Generation die Branche prägt. Auf der Bühne und Backstage.
Er moderiert Panels, hält Vorträge, schreibt Kolumnen, sitzt in Beiräten, hat einen Verein gegründet und ein Buch veröffentlicht – mit gerade einmal 28 Jahren. Hans Neubert als umtriebigen und engagierten Young Professional zu bezeichnen, ist fast untertrieben. Beruflich groß geworden ist er in der Beauty-Branche. Bei L’Oréal als Praktikant gestartet, übernahm er innerhalb kurzer Zeit führende Aufgaben im Digital Brand Management. Mit ihm als Network Lead für die Themen Diversity, Equity und Inclusion schaffte es L’Oréal zum ersten Mal unter die Top 10 der LGBTIQ-freundlichsten Unternehmen in Deutschland. Bei seinem späteren Arbeitgeber Cosmo Beauty Brand House kümmerte sich Neubert um Social Media, Influencer Relations und PR für Marken wie Neonail und Neo Make Up. Seit April 2025 ist er als Consulting Director bei der Social-First-Agentur Charles & Charlotte an Bord.
Warum der Wechsel auf Agenturseite? Er wollte „raus aus der Konzern-Matrix und rein in den Möglichkeitsraum“, sagte Neubert einmal in einem Interview. Agentur bedeutet für ihn: mehr Tempo, mehr Themen, mehr testosteronfreie Kreativität. „Hier kann ich gestalten, statt nur zu jonglieren. Kein Tag ist gleich, und genau das inspiriert mich.“ Seine Kolleginnen und Kollegen beschreiben ihn als New Generation Leader, der strategisches Denken mit kreativer Empathie verbindet: analytisch, präzise und gleichzeitig emotional intelligent.
Neubert versteht digitale Plattformen nicht schlicht als Medienkanäle, sondern als kulturelle Ökosysteme. Wenn er mit seiner Herangehensweise große Marken und Budgets gewinnt, sorgt er damit nicht nur für New Business und Wachstum in der Agentur. Er schafft auch ein Umfeld, in dem Kreativität und Kollaboration in den Fokus rücken – und in dem es darum geht, Gesellschaft mitzugestalten. Kommunikation, davon ist Neubert überzeugt, hat die Aufgabe, den Zeitgeist kritisch zu spiegeln und kulturelle Entwicklungen mit Verantwortung und Haltung zu begleiten. Nicht Lautstärke, Eitelkeit oder Klickzahlen sollten der Gradmesser sein, sondern Relevanz, Resonanz und echte Verbindung. „Ich wünsche mir, dass Kommunikation wieder mehr Ehrensache wird. Dass sie nicht nur erzählt, sondern wirklich versteht, zuhört, kontextualisiert und prägt.“
Wer Neubert persönlich begegnet, der merkt sofort: Auch er selbst kann zuhören. Sein Interesse am Gegenüber ist echt. Und so gut er selbst im Rampenlicht performt, so wichtig ist es ihm auch, anderen eine Bühne zu geben. Wie zum Beispiel beim Digital Media Award Germany, den die von ihm mitgegründete Bundesgesellschaft für Digitale Medien verleiht. Die Idee: Sichtbarkeit schaffen für zukunftsweisende Formate, Debatten anstoßen und Wissen austauschen. Denn, so Hans Neubert: „Die großen Herausforderungen der digitalen Transformation lassen sich nur gemeinsam bewältigen.“
