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Kim Notz

Fragen statt Formeln

Kim Notz hat sich noch nie gerne mit einfachen Antworten zufriedengegeben. Ihre Agentur KNSK führt sie mit Neugier, Weitsicht und dem Mut, bestehende Strukturen zu hinterfragen.

Wenn man mit Kim Notz einen Podcast aufnehmen möchte, dann kann es schon mal passieren, dass sie vorab einen Leitfaden schickt. Mit Gedanken, so strukturiert, dass sie eins zu eins als Planke für das Gespräch herhalten können. So geschehen bei Mission Control, einem Format, in dem der Transformationsexperte Florian Kondert mit Gästen über die Visionen und Missionen strategischer Kommunikation spricht. Notz war zum Thema Qualität und Vertrauen in der Ära künstlicher Intelligenz eingeladen. Ein Thema, das die Agenturmanagerin umtreibt, immerhin geht es um die Zukunftsfähigkeit ihrer Agentur KNSK und die der gesamten Branche.

Kreativität, strategische Stärke, Innovationskraft, Mut und Eigenständigkeit sind Attribute, die ihr gerne zugeschrieben werden. Kolleginnen und Kollegen erleben sie als Führungskraft, die Kreativität, Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung konsequent miteinander verbindet. Sich selbst lässt sie nicht von einem starren Kalkül führen, sondern von Neugier, immer neuen Fragen – und von Gefühl.

In einem Brief an ihr jüngeres Ich schrieb Notz einmal: „Du wirst lernen, dass das Spannungsfeld zwischen Sprunghaftigkeit und Beständigkeit keine Schwäche ist, sondern eine Stärke. Es erlaubt dir, frisch zu denken und gleichzeitig eine verlässliche Konstante für andere zu sein. Und du wirst sehen: In einer Welt, die sich ständig verändert, wird genau das gebraucht.“

Das zeigt auch: Notz glaubt an sich und das, was sie tut. Vom betriebswirtschaftlichen Studium über einen Zwischenstopp in der Unternehmensberatung und eine prägende Zeit im Verlagswesen bis zu ihrer jetzigen Position als Inhaberin und Geschäftsführerin einer unabhängigen Agentur. Unter dem Dach von KNSK gründete sie 2013 gemeinsam mit dem Journalisten Manfred Bissinger einen eigenen Content-Ableger und erschloss zudem die Geschäftsfelder Markenberatung und Social. Außerdem brachte sie ein Joint Venture für Nachhaltigkeit an den Start.

Besondere Aufmerksamkeit bekam Notz, als sie 2024 dem traditionellen Bezahlmodell in Agenturen eine Alternative entgegensetzte und die Lautstärke in der Debatte um Wertschätzung und Vergütung hochdrehte: weg vom Stundenzettel, hin zu einem Preismodell mit strategisch fundierten Angeboten, die echten Mehrwert und Sicherheit für Kunden schaffen.

Ihre Erfahrung gibt Notz gerne weiter – denn der Transfer von Wissen ist für sie wesentlicher Bestandteil bedachter Führung. Ihre Podcasts „What’s Next, Agencies?“ und „What’s Next, Creatives?“ (gemeinsam mit Campaign-Chefredakteurin Bärbel Egli-Unckrich) haben sich als Must-haves in der Branche etabliert, ihr E-Book „Organizing for Creativity“, für das sie mit 13 CMOs über die Beziehung zwischen Agentur und Kunde gesprochen hat, stellt sie Interessierten kostenlos zur Verfügung.

Mit all ihren Stärken und Initiativen steht Kim Notz für ein modernes Leadership-Modell, das statt auf Kontrolle und Hierarchien auf Kompetenz, Unterstützung und Vertrauen basiert.