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28. März 2026
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28. März 2026

Winner Kreation – Leo Germany

Leo Germany

Zurück auf großer Bühne

Mit Kreation, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt, gewinnt Leo Deutsch­land die Herzen von Kunden, Konsumenten und Jurys.

Es war länger ruhig um Leo Burnett in Deutschland. „PR war nicht unser Fokus“, sagen die Verantwortlichen bei der Agentur. Der Alltag der Menschen, die ihre Kampagnen erreichen sollen, schon. Und darüber wollen sie jetzt auch wieder mehr sprechen. Seit Anfang 2025 tritt die Agentur unter neuem Namen und mit einem neuen Design auf. Im Zuge einer globalen Umstrukturierung der Publicis Groupe und der Zusammenlegung der Kreativnetzwerke wurde das „Burnett“ aus dem Namen gestrichen – Leo allein wirkt frischer, prägnanter, nahbarer.

Das Credo von Leo Burnett, der die Agentur 1935 in Chicago gründete, bleibt bestehen: What helps people, helps business. Ihre Arbeitsweise beschreibt Leo als „Human Kind“: Im Mittelpunkt steht das Verstehen menschlicher Bedürfnisse und Wünsche als Grundlage für relevante kreative Ideen, gemacht für Individuen und nicht für eine gesichtslose Masse. Denn man ist überzeugt: Nicht Werbeagenturen formen ikonische Marken, sondern Menschen.

Sichtbare Ergebnisse gibt es viele. So haben die Kreativen die Commerzbank durch unruhige Zeiten navigiert und für Samsung einen zuckersüßen Spot gedreht, in dem sich eine kleine Spinne in ein Smartphone verliebt. Der Film fand Fans in der ganzen Welt und bescherte den Machern einen goldenen Löwen in Cannes – und das ist nur einer von mehr als 60 internationalen Kreativpreisen, die in den vergangenen drei Jahren auf das Leo-Konto gingen.

Bezeichnend ist auch die ­Dichte an alltagsnahen Brands, die Leo betreut, teils bereits über Jahre hinweg: Milchschnitte, Kinder Schokolade, Mon Chéri, Ratiopharm, Roller, ­Lenor, PayPal. Für Pampers hat Leo Väter in die Werbung geholt und so den Blick auf das Thema Care-Arbeit verschärft. Mit Bauhaus wurde das Handwerk gefeiert und für Fiat, Jeep, Peugeot und Citroën bewiesen, dass man auch Benzin im Blut hat.

Verantwortlich für die Kreation in Deutschland ist seit 2024 Kristine Holzhausen – eine eher zurückhaltende, aber gleichsam erfahrene Managerin. Im Sommer 2025 übernahm Dennis May, Chief Creative Officer der Publicis Groupe DACH, zusätzlich die Verantwortung als CCO für Leo auf Europaebene – eine neu geschaffene Position, die dabei helfen soll, die Zusammenarbeit aller im EMEA-Raum vernetzten Agenturen zu verbessern. Deutschland-CEO ist Lennart Wittgen.

Die Fusion der Agenturmarken habe indes nicht allein mehr Effizienz zum Ziel gehabt, heißt es auf globaler Ebene. „Es geht um exponentielle Kreativität – die Zusammenführung von menschlicher Genialität und dem Potenzial der KI, um die komplexen geschäftlichen Herausforderungen von heute zu bewältigen“, sagte Global Chief Strategy Officer Carla Serrano.

Und so macht auch Leo Deutschland künstliche Intelligenz zum Kreationstreiber. Ein Beispiel: Für den WWF veränderte die Agentur berühmte Kunstwerke so, wie es die Natur im Laufe der Zeit tun würde, und machte damit den Klimawandel greifbar. KI kommt hier nicht um der Technologie willen zum Einsatz, sondern um zu zeigen, was Menschen fühlen – und eine Idee davon zu zeichnen, was die Zukunft bringen könnte.