Curious Company
Virtual Emotional
Curious Company zeigt auf beeindruckende Weise, wie Technologie emotionalisieren kann. Die junge Agentur setzt auf die drei Säulen Business, Story und Tech.
Wer würde nicht gerne einmal einen Blick in die Zukunft werfen? Eine erfahrene Version seiner selbst befragen? Eine Idee davon bekommen, welche Auswirkungen die eigenen Entscheidungen auf das Leben im Alter haben werden? Curious Company hat genau das vielen Menschen ermöglicht. Im Auftrag der Versicherungsgruppe Neue Leben und mithilfe von Business-Insights, Storytelling und Technologie ist das Projekt „Triff dein Zukunfts-Ich“ entstanden. Ein Avatar, der daran erinnern soll, sich mit dem Thema Altersvorsorge auseinanderzusetzen.
Business, Story, Tech: Das sind die drei Säulen, auf denen das Geschäftsmodell der 2020 gegründeten Hamburger Firma aufbaut. Mitten in der Pandemie von Henning Westerwelle, ehemals Geschäftsführer bei der Markenfilm-Tochter Infected, an den Start gebracht, positionierte sich Curious Company von Anfang an als Expertin für immersive Markenerlebnisse, Virtual Reality und Metaverse – ohne dabei eine starre Agenda zu fahren. Denn zugegeben, so richtig klar, wohin die Reise gehen sollte, war zu Beginn nicht. Inzwischen steht ein dreiköpfiges Team an der Spitze: André Hennen ist Kreativchef und Partner, Julia Wübbe leitet das operative Geschäft.
Schon der erste Case mit dem Startkunden Globetrotter sorgte für jede Menge Aufmerksamkeit: In einer Hamburger Filiale des Outdoor-Ausstatters wurde das 40-Jahre-Firmenjubiläum mit einer spektakulären Installation gefeiert, die Besucherinnen und Besucher virtuell Berge besteigen ließ – inklusive Steinschlägen, Zugbrücken und virtuellem Schneesturm. Insgesamt machten 10.000 Menschen bei dem immersiven VR-Erlebnis mit.
Auch die Zahlen zum Neue-Leben-Projekt können sich sehen lassen: Rund 2,5 Minuten unterhielten sich die meisten User und Userinnen mit ihrem Zukunfts-Ich, die Versicherungsprämien stiegen um 55 Prozent. Was für die Macher besonders wichtig ist: Die Stelen, die für das Projekt in den Filialen aufgebaut wurden, stehen teils immer noch. Westerwelle, Hennen und Wübbe sind stolz darauf, dass es bei ihrer Arbeit weniger um kurzweilige Kampagnen geht, sondern um Markenerlebnisse, die langfristig wirken.
Die Handschrift ist dabei oft sehr emotional – nicht trotz, sondern wegen der Technologien, die Curious Company bewusst und einfühlsam einsetzt. So geschehen bei der 3D-Welt, für die VR-Brille von Meta, über die man Einblicke in das Leben von Obdachlosen erhielt. Oder im „Miniatur Warmland“ für die Telekom, wo eine Augmented-Reality-Anwendung in Verbindung mit klassischem Werbefilm die Folgen des Klimawandels hautnah aufzeigte. Die Verknüpfung aus unternehmerischen Kernfragen, einer Geschichte und der Übersetzung durch Technologie sehen die Curious-Köpfe als Kreislauf. „Nichts geht ohne das andere.“ Um noch unabhängiger vom Projektgeschäft zu werden und Kunden weiterhin langfristig zu binden, haben sie ein eigenes Analyse-Tool entwickelt. Die Idee: fortlaufend zu zeigen, welche Wirkung die entwickelten Experiences haben, und Optimierungspotenziale aufzudecken.
