Julia Tillack
Die Kundenkennerin
Julia Tillack überzeugt als Account Managerin auf großen Etats und in Pitches. Privat pendelt die OMD-Geschäftsführerin zwischen München und Brandenburg.
Julia Tillack springt gerne ins kalte Wasser. Privat beim Eisbaden. Und in der Zusammenarbeit mit Kunden. Sie selbst beschreibt sich gern als kommunikativ direkt – eine Eigenschaft, die ihr als Account Managerin zugutekommt. Mit ihrem offenen und klaren Auftreten schafft sie es, schnell Beziehungen zu ihren Gesprächspartnern aufzubauen, mit ihrem Gespür für die unterschiedlichsten Bedürfnisse holt sie Entscheiderinnen und Entscheider mit Leichtigkeit ab.
Seit 2014 ist sie Teil des OMD-Kosmos, seit 2022 steht sie gemeinsam mit Stephan Rau an der Spitze der zu Omnicom Media Germany gehörenden Mediaagentur.
Auftraggeber von vertrauten Giganten wie HUK-Coburg und McDonald’s schwärmen ebenso wie neuere Kunden von Tillacks Qualitätsanspruch, ihrer Ehrlichkeit und ihrer Empathie. Sie sei keine „Frühstücksdirektorin“, heißt es, sondern jederzeit ansprechbar und sichtbar. Bei JobRad, dessen Mediaetat OMD 2023 gewann, ist man begeistert von dem Team, das Tillack hervorragend auf die Bedürfnisse des Unternehmens zugeschnitten hat. Ihre herausfordernde Art und die Bereitschaft, anstrengende Diskussionen anzugehen, kommen offenbar gut an. Der Gewinn des Babykostherstellers Hipp geht zu großen Teilen auf ihr Konto. Sie sei entscheidend gewesen im gesamten Pitch- und Wechselprozess, sagt Media-Leiterin Ilona Radtke.
Tillacks Devise: Real-Life schlägt Remote. Individuelle Kundenberatung basiert aus ihrer Sicht auf empathischem Zuhören, dafür nimmt sie gerne mal eine sechsstündige Anreise für ein zweistündiges Meeting auf sich. Denn neben fachlicher Expertise geht es für sie bei der Zusammenarbeit immer um den menschlichen Fit.
Ihren familiären Lebensmittelpunkt hat Julia Tillack vor einiger Zeit von München nach Brandenburg verlegt – eine Rückkehr zu den eigenen Wurzeln, die ihr bewusst gemacht hat, dass ihre Herkunft nicht gerade ein unterstützendes Kriterium ist, wenn man an das Thema Karriere denkt. „Mehr als drei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung sind Ostdeutsche in Führungspositionen stark unterrepräsentiert – nämlich bei nur 20 Prozent“, schrieb sie zu ihrem zehnjährigen Firmenjubiläum auf LinkedIn.
Insgesamt geht die Managerin erfrischend offen mit dem herausfordernden Gap zwischen Privatleben und Karriere um. 2017 und 2021 kamen ihre Kinder zur Welt. Mutterschutz und Elternzeit sind wie selbstverständlich Teil ihrer beruflichen Entwicklung, ihre Manager-Position trat sie in Teilzeit an. Als pendelnde Führungskraft und Mutter macht sie keinen Hehl aus ihren Struggles. Kostprobe gefällig? „Ich vergesse und verliere viele Schlüssel, Karten, Geldbeutel und besitze auch schon meinen dritten Kindle. Wie viele AirPods ich schon im Zug habe liegen lassen, will ich gar nicht erwähnen.“ Dem Erfolg tut das indes keinen Abbruch: Unter ihrer Leitung gewann OMD in den letzten fünf Jahren mehr als 50 Awards, darunter sieben Effies. Und in der regelmäßig durchgeführten Kundenzufriedenheitsbefragung der Agentur erreichte Julia Tillack in den letzten drei Jahren einen Wert von durchschnittlich 8,9 Punkten. Damit liegt sie deutlich über der extern definierten Benchmark von 7,7.
